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Der Glaube verändert - aber nicht nur das irdische (begrenzte) Leben, er führt in ein völlig neues Leben hinein - das ewige (unsterbliche) Leben. In gewisser Weise ist Glaube vergleichbar mit einem Sinn wie Sehen oder Hören, ein "sechster Sinn" sozusagen. Durch Glauben verstehen wir, dass die Welt aus Gott geschaffen und nicht durch Zufall oder Urknall (nur ein anderes Wort dafür) entstanden ist. Oder wie es die Bibel sagt: "Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind" (Hebräer 11,3). Dieser neue Sinn führt zu einem neuen Empfinden, einer neuen Realitätswahrnehmung. Unser gesamtes Weltbild verschiebt sich, und wir begreifen, das nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern sein Schöpfer. Das kann logischerweise niemals ohne Konsequenzen für mein Leben bleiben.
Der biblische Glaube setzt nun allerdings voraus, dass wir den Glauben an uns selber aufgeben. Tragischerweise ist aber der Stolz des Menschen das größte Hindernis um zu glauben. Gott fordert nicht mehr und nicht weniger von uns, als das demütige Anerkennen und Offenlegen unserer Schuld und die Erkenntnis eigener Unfähigkeit, mit unserem Leben allein klarzukommen. Biblischer Glaube an Gott ist auch keine Einladung, sondern ein Gebot an alle Menschen (Apg.17,30-34), dessen Missachtung ewige Konsequenzen nach sich zieht. Denn der Tod unseres sterblichen Körpers ist ein Faktum, dem schwer zu widersprechen ist. So kommt dann auch jeder von uns vor die Frage nach dem "Danach". Die Bibel spricht über den Tod als von einem "Ablegen der Hülle" (Hiob 19,26) - daher werden im Moment des Todes Leib und Seele getrennt. Der Leib ist leblos und verwest im Grab, aber die Seele des Menschen ist unsterblich und geht zurück zu Gott. Danach aber "Das Gericht" (Hebräer 9,27). Dort wird jeder für sich selbst Gott Rechenschaft geben (Römer 14,12). Gott bezeugt uns durch sein Wort, dass wir sehr wohl auch nach dem Tod noch empfinden und sehen und hören - auch ohne den Leib (Lukas 16,19-31).
Du kannst nun die Entscheidung treffen: "Ich komm allein klar, ich will selbst mein Leben bestimmen, mein eigener Herr sein, Probleme löse ich allein und was mich nicht umbringt macht mich nur härter." Und du kannst den Tod verdrängen und dir einreden "mit dem Tod ist alles aus!" Oder du kannst dich entscheiden, dem zu folgen, der den besseren Durchblick hat und von sich sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Joh.14,6). Jesus Christus der Sohn Gottes. Er kam aus der unendlichen, ewigen Herrlichkeit des Vaters zu uns um eine Rettung vor dem Gericht und eine Versöhnung mit Gott dem Vater zu bewirken - dort auf Golgatha am Kreuz in Israel vor 2000 Jahren. Was willst du angesichts dieser Tatsache tun? Auf den Tod warten oder handeln?
Der Anfang ist im Glauben ganz wichtig. Wenn hier schon der falsche Grund gelegt wird, kann der weitere Bau nicht in den Stürmen des Lebens standhalten. Dieser Grund ist und bleibt Jesus Christus: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1.Kor.3,11). Zu Ihm musst Du aufblicken, wenn dein Glaube leben soll. Doch das ist nur möglich, wenn du weisst, was Er für dich, der du in Sünden verloren bist, getan hat. Der Heidelberger Katechismus hat vor über 400 Jahren Glaube sehr klar definiert.
„Es ist nicht allein eine gewisse Erkenntnis, dadurch wir alles für wahr halten, was uns Gott in seinem Wort hat geoffenbart, sondern auch ein herzliches Vertrauen, welches der Heilige Geist durch das Evangelium in uns wirkt, dass nicht allein anderen, sondern auch uns (mir) Vergebung der Sünden, ewige Gerechtigkeit und Seligkeit von Gott geschenkt sei, aus lauter Gnaden, allein um des Verdienstes Christi willen.“
Biblischer Glaube ist also nicht nur ein Fürwahrhalten von etwas oder eine ungewisse Hoffnung, sondern er ist die Verwirklichung dessen, was man hofft, und eine feste Überzeugung von Dingen, die man (noch) nicht sieht. Wie auch die Bibel sagt: „Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht“(Hebräer 11,1). Viele Menschen sagen, sie glauben nur, was sie sehen. Doch das stimmt so nicht. Es gibt viele Dinge, die der Mensch nicht sehen kann, von denen er aber genau weiß, dass sie da sind (z.B. elektrischer Strom, das Ozonloch, Funkwellen, Gefühle wie Liebe, usw.) Der biblische Glaube hat nichts mit den sichtbaren Dingen zu tun, sondern mit dem unsichtbaren Gott und seiner unumschränkten Macht. Recht Glauben heißt mit Gott rechnen und Ihn praktisch erleben. Biblischer Glaube ist also kein ungewisses Suchen, sondern durch den Glauben an Gott findet man ganz real zu Ihm. Man tastet nicht mehr im Ungewissen, sondern Glaube führt in die Gewissheit. Willst du Gewissheit dann Bete zu Gott, bitte Jesus Christus um Glauben und um Wahrheit, ringe darum und komme zu IHM. ER will das du kommst!
Doch Vorsicht, oft haben wir eine falsche Vorstellung von Gott und seiner Beziehung zu uns. Viele sehen Ihn als alten, weisen Mann, als lieben Gott, als guten Freund, als einen, der dich liebt und der will das es dir gut geht und du dich wohl fühlst. Wir tun gut daran, unser Bild von Gott immer wieder durch die Bibel (sein Offenbarungswort an uns) zurechtrücken zu lassen. Ja, Gott ist „gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte“ (Psalm 86,15) doch Gott ist niemals als „harmlos“ zu betrachten. Er ist „ein verzehrendes Feuer“ (Hebr.12,29) und „schrecklich ist´s in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“ (Hebr.10,31). Diese Tatsachen haben auch mit Jesus Christus nicht ihre Gültigkeit verloren. Verloren haben sie nur ihren Schrecken und das auch nur für den, der „hinzutritt mit wahrhaftigen Herzen in vollkommenen Glauben“ (Hebr.10,22). Wer in (d.h. durch IHN, oder in seinem Namen) Jesus Christus kommt ist willkommen! (Johannes 3,16-18)
Du solltest daher nie vergessen, dass du es mit einem absolut heiligen und gerechten Gott zu tun hast. In Gottes Augen sind wir alle Sünder, von Geburt an (1. Mose 6,5) und auf ewig verloren. Wenn es um die Sünde geht, kennt Gott nur Gerechtigkeit oder Gnade. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Röm. 6,23). Gott hasst die Sünde und den Gottlosen (Psalm 5,6 u. 11,5), aber er will "das alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Timotheus 2,4). Und weil dem so ist, hat er in seiner Gnade auch seinen Sohn gegeben, der für unsere Schuld gestorben ist. „Denn so (auf diese Weise) hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh. 3,16).
Übrigens, du selbst kannst zu deiner Rettung nichts beitragen, auch wenn viele denken, dass sie ein, (nach ihrem Verständnis her) gutes Leben führen und dafür ja eigentlich in den Himmel kommen müssten. Die Bibel sagt uns ganz klar, das kein vermeintlich gutes Leben, keine großzügigen Gesten oder Spenden, kein besonders freundlicher und hilfsbereiter Umgang mit unseren Mitmenschen, auch nicht die Kindestaufe oder der regelmäßigen Besuch in der Kirche oder der Gemeinde uns retten. Kurzum, kein noch so gutes Werk wird uns helfen können und es wird auch nie dazu dienen, vor Gott angerechnet zu werden.
Gute Werke sind vielmehr dankbare und selbstverständliche Antwort auf die vorbehaltlose Gnade Gottes, die den Menschen durch Jesus Christus zugeeignet ist. Kein Mensch erlangt von sich aus den Maßstab Gottes - Perfektion. Du bekommst diesen Maßstab für umsonst angerechnet in Jesus Christus - und nur in IHM (Apostelgeschichte 4,12). Allerdings bleibt echter Glaube nie allein - ist jemand wirklich Christ geworden wird man das an seinem veränderten Leben sehen. Er wird Frucht bringen (wie es die Bibel nennt) und daran wird man erkennen: "Dieser ist von neuem geboren" (2. Korinther 5,17). Er ist ein anderer, neuer und aufrichtiger Mensch geworden, der die Liebe Gottes in sich trägt und sein altes Leben abgelegt hat.
„ ...nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“ (Römer 3,22-26)
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