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Diene treu!

Vielleicht ist es einigen von euch, als ob ihr umsonst arbeitet und keine Frucht von eurer Tätigkeit seht. Die Lampe in eurem Heiligtum brennt sehr matt; der arbeitenden Glieder sind sehr wenige, und auch ihr Eifer läßt sehr nach. Aber gib du deine Arbeit nicht auf in dieser Zeit der Not. Bleib' auf deinem Posten, komme auch, was da wolle. Sei du der letzte, der das untergehende Fahrzeug verläßt, wenn es denn untergehen muß. Sei du entschlossen, als Gottes Freund Ihm allezeit zu leben, und als ein Bruder, der in die Gemeinde hineingeboren ist, zu fühlen, daß du ihr bis zum letzten Atemzug anhangen und dienen mußt.

Das Schiff der Gemeinde Christi kann nie zum Wrack werden; es mag im Sturm umhergeworfen werden, aber es ist fest und stark, und sein Lotse steuert es mit allmächtiger und allweiser Hand. Sein Bug mag einen Augenblick im Wasser sein, aber siehe, er zerteilt das Meer und schüttelt die berghohen Wogen ab, wie ein Löwe den Tau von seiner Mähne abschüttelt. Es sind schon heftigere Stürme denn jetzt gegen dasselbe losgelassen, aber es hat seine Spitze stets dem Wind entgegengehalten und hat sich trotz der schrecklichsten Stürme der Hölle noch immer seinen Weg gebahnt, und so wird es fort und fort geschehen, bis es seinen ihm bestimmten Hafen erreicht hat

Die wünschenswerte Einigkeit

Unser Heiland ist aufgefahren in die Höhe und hat Gaben für die Menschen empfangen, damit der Leib Christi erbaut werde. Manche der alten römischen Mauern sind mit so vortrefflichem Mörtel verbunden, daß es fast unmöglich ist, einen Stein von dem anderen zu trennen; ja, die ganze Steinmasse ist so in Zement gebettet und zu einem Felsen verdichtet, daß man oft einen Stein nicht von dem anderen unterscheiden kann. Wohl der Gemeinde, die so auferbaut ist, wo jedes Glied nicht nur für die eigene Wohlfahrt, sondern für das Wohlergehen aller sorgt, wo, wenn ein Glied sich freut, sich alle mitfreuen, wo, wenn ein Glied Schmerz empfindet, alle anderen mittrauern, wo man der Gebundenen als der Mitgebundenen gedenkt und derer, die Trübsal leiden. Aber ach, was sind etliche Gemeinden noch viel anderes als halbreligiöse Clubs und rein äußerliche Zusammenkünfte? Sie haben die heilige Seele nicht in sich, die das Wesen der Einigkeit ist; da ist kein Leben, das sie zusammenhält. Unser Leib würde bald auseinanderfallen und eine faule Masse werden, wenn die Seele nicht in ihm wäre, und wenn Christi Geist von einer Gemeinde fern ist, dann muß der äußere Bau einer Gemeinde bald in Stücke zerfallen, denn wo kein Leben ist, da kann auch keine wahre Einigkeit sein.

Die Verbindung mit dem Staat ist die Schwäche der Kirche

Die Bundeslade geriet erst in dem Augenblick in Gefangenschaft, als man versuchte, sie mit fleischlichen Waffen zu verteidigen, und sie befreite sich selbst, sobald man sie sich selbst überließ. Als kein Soldat da war, der sie bewachen konnte, als sie im Tempel Dagons gefangen gehalten wurde, da fiel Dagon vor ihr und Philistrien wurde gedemütigt.

So bringt die Verbindung zwischen Staat und Kirche das Evangelium nur in Gefahr; aber wenn diese Verbindung, die das schlimmste aller Übel ist, einmal gelöst wird, dann wird das Evangelium in seiner Erhabenheit alle seine Widersacher in Verwirrung bringen. Fürchte nie um Gottes Sache; es steht einem Christen nicht an, zu fürchten; es ist unmännlich, so zu sprechen, als ob Christi Sache gleich einem Feinde besiegt werden könnte. Das kann nie geschehen.

Charles Haddon Spurgeon  (Quelle: Glaubensstimme.de)


"Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.

Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt, indem ihr das Wort des Lebens darbietet, mir zum Ruhm am Tag des Christus, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet habe." (Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper)