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Der Herr war die Stärke Seines Volkes. Er befreite die Israeliten mit hoher Hand aus Ägypten und stützte sie in der Wüste. Er brachte sie nach Kanaan, bewahrte sie vor ihren Feinden und schenkte ihnen den Sieg. Wem geben die Menschen Ehre als nur denen, auf die sie sich verlassen? Darum lasst uns laut unserem Gott singen, der unsere Kraft und unser Lied ist! Gehorsam muss unseren Gottesdienst bestimmen, nicht Launen oder Gefühle. Gottes Verordnungen verleihen dem Wie und Wann Ernst und Feierlichkeit, die keine Zeremonie und kein hierarchischer Pomp zu geben vermag. Die Juden hielten nicht nur den bestimmten Monat, sondern auch den Teil des Monats, den Gott dafür reserviert hatte. Das alte Gottesvolk begrüßte die zum Gottesdienst bestimmten Zeiten, möchten wir doch denselben Jubel verspüren und den Sabbat niemals anders als ein Fest und eine Ehre nennen. Wir wollen solche Feste feiern, die der Herr eingesetzt hat, nicht solche, die Rom oder Canterbury anordnen mögen.

Israel war in Ägypten Packesel und Sklave, aber Gott befreite es. Gott allein war es, der das Volk erlöste. Andere Völker verdanken ihre Befreiung ihren eigenen Anstrengungen, ihrem Mut; aber Israel erhielt seine Magna Charta als freies Geschenk der göttlichen Macht. Der Herr kann wahrlich von jedem Einzelnen Seiner Befreiten sagen: »Ich habe von der Last befreit seine Schulter.« Welch ein Bild ist das alles von der Befreiung des Gläubigen von den Ketten des Gesetzes, wenn durch den Glauben die Last der Sünden in das Grab des Erlösers sinkt und die Knechtsarbeit der Selbstrechtfertigung für ewig zu Ende ist. Gott hörte Sein Volk in Ägypten schreien, und auch am Roten Meer. Das hätte Israel an Ihn binden müssen. Weil Gott uns in unserer Not nie verlässt, dürften auch wir Ihn niemals verlassen. Wenn unsere Herzen von Ihm weichen, rufen unsere erhörten Gebete »Schande!« über uns aus. Aus der Wolke sandte Gott Seinen Wirbelsturm auf die Feinde Seiner Auserwählten. Diese Wolke war Sein geheimes Zelt, in dem Er Seine Kriegswaffen aufhängte, Seine Blitzesspeere, Seine Donnerposaunen; Er trat aus Seinem Zelt und zerschlug den Feind, damit Seine Erwählten in Sicherheit leben möchten.

Die Geschichte Israels ist nichts anderes als unsere Geschichte in anderer Form. Gott hat uns erhört, uns erlöst, uns befreit, und nur allzu oft brachte unser Unglaube uns dazu, in elendem Misstrauen Ihm den Rücken zu kehren, über Ihn zu murren und gegen Ihn zu rebellieren. Unsere Sünde ist groß, und groß ist die Gnade unseres Gottes; lasst uns über beides stille werden und nachsinnen.  (aus "Besser als Gold" - von C.H.Spurgeon, ersch. bei CLV)


Ein ernsthafter Christ ist an zwei Dingen zu erkennen: Er fürchtet Gott, indem er beständig Seinen Geboten gehorcht, und er zeigt Zuversicht, Vertrauen und Abhängigkeit gegenüber Seiner Gnade. (Thomas Manton)


"Der Mächtige, Gott der HERR, er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Lichtglanz. Unser Gott kommt und schweigt nicht; verzehrendes Feuer geht vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig. Er ruft dem Himmel droben zu und der Erde, damit er sein Volk richte: »Versammelt mir meine Getreuen, die den Bund mit mir schlossen über dem Opfer!« Und der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit, dass Gott selbst Richter ist. (Sela.)

»Höre, mein Volk, so will ich reden; Israel, ich lege gegen dich Zeugnis ab! Ich bin Gott, dein Gott. Deiner Opfer wegen will ich dich nicht tadeln, sind doch deine Brandopfer stets vor mir. Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden; denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen.

Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und was sich auf dem Feld regt, ist mir bekannt. Wenn ich hungrig wäre, so würde ich es dir nicht sagen; denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt. Sollte ich etwa Stierfleisch essen oder Blut von Böcken trinken?

Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde; und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren!« Zu dem Gottlosen aber spricht Gott: »Was zählst du meine Satzungen auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund, da du doch Zucht hasst und meine Worte verwirfst?

Siehst du einen Dieb, so freundest du dich mit ihm an, und mit Ehebrechern hast du Gemeinschaft; deinen Mund lässt du Böses reden, und deine Zunge knüpft Betrug. Du sitzt da und redest gegen deinen Bruder; den Sohn deiner Mutter verleumdest du. Das hast du getan, und ich habe geschwiegen; da meintest du, ich sei gleich wie du. Aber ich will dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen!

Seht doch das ein, die ihr Gott vergeßt, damit ich nicht hinwegraffe, und keiner rettet! Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer [seinen] Weg [recht] ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes!«"   (Psalm 50 - Ein Psalm Asaphs.)