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Kann ein Christ Selbstmord begehen? - von Tim Conway

 

Nun, mir wurde folgende Frage gestellt: „Kann ein Christ Selbstmord begehen?“ Und wenn wir mal richtig darüber nachdenken, was Selbstmord ist...was ist Selbstmord? Sich das Leben nehmen, sich selbst töten. Es ist Mord, richtig? Es ist Selbstmord. Und wenn wir einfach den Selbstmord von dem Standpunkt aus betrachten, dass es Mord ist, so lasst uns darüber nachdenken, was denn die Bibel über Mord sagt. Warum begehen Menschen einen Mord?

Was sagt uns Jakobus? Jakobus spricht darüber ausdrücklich in Jakobus Kapitel 4 Vers 2. „Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet.“ Richtig? Genau das wird gesagt. Nun, denkt darüber nach, wie dies ebenfalls bei Selbstmord zutreffen kann.

Als ich Ingenieur war, da arbeitete ich mit einem Ungläubigen, der mir sagte, dass er glaube, dass Selbstmord ein Ausdruck sei, sozusagen der vollste und ultimativste Ausdruck von Selbsthass. Und ich sagte „Das glaube ich nicht. Ich denke, es ist ein Ausdruck von Eigenliebe.“ Ihr sagt „Ja, wie kommst du denn darauf? Sie zerstören doch sich selbst.“

Nun, ich beziehe mich genau auf diesen Text. Warum begehen Menschen Selbstmord? Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet. Ich meine, Menschen morden, Selbstmord inbegriffen, weil sie Lüste haben, bei denen sie nicht in der Lage sind, sie zu erfüllen. Deshalb begehen Menschen Selbstmord. Sie wollen etwas.

Wisst ihr, damals, in diesem Land, als wir in die Große Depression hineinkamen, da stürzte die Börse ab und viele Geschäftsleute begingen Selbstmord. Wieso? Weil sie ihr Geld zurück wollten, aber sie konnten es nicht bekommen. Sie begehrten, aber sie bekamen es nicht, also töteten sie sich selbst.

Manchmal begeht ein junger Mensch Selbstmord, um einen Elternteil zu treffen, um jemanden zu verletzten. Was begehren sie genau? Sie begehren jemanden Schmerz zuzufügen. Aber im Leben sehen sie sich dazu nicht in der Lage.

Oder, was häufig vorkommt, Selbstmord wird begangen, weil Menschen das Verlangen haben, von einem Leid befreit zu werden. Sie leiden an Schmerzen. Sie leiden an Einsamkeit. Ein junger Mann verliert seine Freundin und sinnt über Selbstmord nach, oder er versucht, so darüber hinweg zu kommen, vielleicht es sogar durchzuführen. Wieso?

Weil er begehrt, aber nichts hat, und nun meint, dass damit... da kommt der Gedanke „Nun, wenn ich mich selbst umbringe, dann höre ich auf zu existieren, und das Leiden hat ein Ende. Der Schmerz ist weg.“ Ihr seht, sie begehren vom Kummer befreit zu werden, frei vom Schmerz, frei vom Leid... ist es nicht so?

Jakobus Kapitel 4 beschreibt absolut den Mord, aber ebenfalls den Selbstmord. Es ist wirklich das gleiche Prinzip. Selbstmord ist im Grunde der Ausdruck einer Person, die will was sie haben möchte und bereit ist, dafür zu morden, selbst wenn es nicht Gottes Wille ist. Genau DAS ist Selbstmord.

Du begehrst etwas, aber Gott ist nicht erfreut daran, es Dir in diesem Moment zu geben, und dennoch versuchst Du eigensinnig es zu bekommen, selbst wenn es nicht der Weg ist, den Gott für dich möchte. Gott möchte, dass du auf Ihn wartest. Gott möchte, dass du dein Leiden zu Ihm bringst.

Gott möchte, dass du auf Christus schaust, um dir zu helfen und deine Leere auszufüllen. Ihr seht, was passiert. Menschen begehen Selbstmord, nicht weil sie sich nach Christus sehnen, sondern irgendetwas anderes begehren, obwohl Gott möchte, dass wir Christus begehren, in Christus unseren Schatz und Erfüllung finden.

Das ist der Grund weshalb der Christ, selbst wenn er die größten Leiden im Leben erträgt, sie ertragen kann, ohne sich dabei das Leben zu nehmen, denn Christus ist immer größer als alles andere, was er begehrt. So, lasst uns mal weiter darüber nachdenken... „Kann ein Christ Selbstmord begehen?“ Nun, wenn wir mal in der Bibel nachschlagen und uns anschauen... Ich habe in der Bibel sieben Selbstmorde gefunden. Ich glaube nicht, dass es mehr gibt.

Soweit ich mich erinnere, und ich habe auch gegoogelt, so denke ich, es gibt sieben. Denkt an die Männer, die Selbstmord begangen haben. Ich glaube nicht, dass da auch Frauen dabei waren, es waren nur Männer. Abimelech... weiß jemand von euch, wer Abimelech war? Dies wird über Abimelech gesagt: Er kaufte sich ehrlose und rücksichtslose Männer, die ihm folgten. Und er kam in das Haus seines Vaters nach Ofra, und tötete seine Brüder, die Söhne Jerubaals, siebzig Männer auf einem Stein. Er tötete seine siebzig Brüder. Ein ungemein böser Mensch.

Wie auch immer, Abimelech beging Selbstmord. Er war dabei, eine Stadt einzunehmen. Auf einem Turm stehend, da warf eine Frau einen oberen Mühlstein auf Abimelechs Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel. Da rief er schnell nach einem Burschen, seinem Waffenträger, und sagte zu ihm, „Zieh dein Schwert und töte mich, damit man nicht von mir sagt: ´eine Frau hat ihn erschlagen´!“ Seht ihr, was er begehrte? Er begehrte und hatte nichts.

Er begehrte das Leben, er begehrte nicht den Ruf zu haben, dass eine Frau ihn getötet hätte. Und so flüchtete er zum... es war ein Ausdruck des Stolzes, selbst bei seinem Tod. Kein netter Kerl, dem man gerne angehört. Mit anderen Worten, wenn jemand behauptet ein Christ zu sein und sie beabsichtigen Selbstmord zu begehen, so identifizieren sich sich mit einem Mann wie Abimelech.

Wer noch? Saul. Saul war ein Mann, der sich danach sehnte, sich das Leben zu nehmen. Er sehnte sich danach, nicht in die Hände der Philister zu geraten. So rief er seinen Waffenträger, damit dieser seinem Leben ein Ende setze. Er sagte: „Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen nicht kommen und mich durchbohren.“ Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein. (1. Samuel 31:4)

Wir wissen einiges über Saul. War Saul ein gerechter Mann? Nein, Saul war kein gerechter Mann. Von ihm wurde folgendes gesagt „Denn du hast das Wort des Herrn verworfen, und der Herr hat dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst.“ (1.Samuel 15:26)

Männer wie Abimelech und Saul sind es, die wir in der Schrift finden. Als Sauls Waffenträger sah, dass Saul tot war, da stürzte auch er sich in das Schwert und starb. Nun, über ihn wissen wir nicht viel, außer das er einem schlechten König folgte.

Ahithophel... habt ihr diesen Namen schon gehört? Ahithophel war der Berater Davids, und als Davids Sohn die Macht übernahm und den Thron bestieg, da blieb Ahithophel bei ihm. Es wird gesagt in 2. Samuel 17:23 „Als aber Ahithophel sah, dass sein Rat nicht ausgeführt worden war, sattelte er seinen Esel und machte sich auf und ging in sein Haus, in seine Stadt; und er bestellte sein Haus und erhängte sich. Und er starb und wurde im Grab seines Vaters begraben.“

Dies war ein Mann, der unter den Verschwörern war, mit Absalom. Er erhob sich gegen den gerechten König,- König David, Und er war an der Verschwörung gegen ihn beteiligt und an der Seite seines bösen Sohnes. Er war also ein niederträchtiger Ratgeber. Hiermit haben wir also Ahithophel, Saul und Abimelech.

Was ist mit Simri? Dies ist ebenfalls eine Figur, die Selbstmord begangen hat. Niemand, mit dem ihr euch identifizieren möchtet. Er war ein König in Israel. In 1. Könige 16:18 steht von ihm „Und als Simri sah, dass die Stadt eingenommen war, ging er in den Palast des Königshauses und verbrannte das Königshaus über sich mit Feuer und starb.“

Er verbrannte sich selbst. „Wegen seiner Sünden, die er begangen hatte, indem er tat, was böse war in den Augen des HERRN, indem er auf dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde lebte, die er getan hatte, um Israel zur Sünde zu verführen.“ Dies war also ein Mann, dessen Sünde sehr groß vor Gott war. Hiermit haben wir Abimelech, ein Mörder; Saul, der Gott verschmähte; Ahithophel, ein niederträchtiger Berater; Simri, ein boshafter König.

Was ist mit Judas? Judas war der Verräter Jesu Christi. Er beging Selbstmord. Es wird gesagt: „Und er ging dahin und erhängte sich“, Matthäus 27 Vers 5. Was für ein Mensch war er? Ich meine, Jesus selbst nannte ihn den „Sohn des Verderbens“.

Nun, das sind sechs. Wir wissen halt nicht viel über den Waffenträger. Der andere ist Simson. Nun, wir wissen dass Simson ein gerechter Mann war, aber ich denke es muss auch klargestellt werden, dass Simson nicht wirklich Selbstmord begangen hat. Mit anderen Worten, er stieß die Säulen nicht um, weil er beabsichtigte, sich das Leben zu nehmen.

Wenn er die Säulen nur umgestoßen hätte und wäre dabei am Leben geblieben, so wäre er ziemlich glücklich gewesen. Seine Absicht war es, Rache an den Feinden Gottes zu nehmen. Es ist eine Tatsache, dass er während der Tat zum Herrn betete. „Herr, stärke mich doch nur diesmal noch,“ weil er sich an ihnen rächen wollte, da sie ihm seine Augen ausgestochen hatten. Aber ein eigentliches Ziel war nicht, sich das Leben zu nehmen (Anm GA: laut der Schrift schon - er sagte: "meine Seele sterbe mit den Philistern" siehe Richter 16,30). Von daher... er ist nicht wirklich einer von denen, auf die wir uns nun stark beziehen.

Aber diese anderen Männer, sie sind alle in der Bibel Beispiele für Männer, die Selbstmord begangen haben. Ganz klar, das ist nicht die Vorgehensweise von gerechten Männern. Und somit jeder, der behauptet ein Christ zu sein und Selbstmord in Erwägung zieht, der übt keine Aktivität oder Handlung aus, die sich üblicherweise für einen gerechten Menschen gebührt, sondern vielmehr, was niederträchtige Menschen ausmacht. Dies ist die Vorgehensweise von Menschen, die Gott und Gottes Volk hassen.

Davon abgesehen, lasst uns kurz darüber nachdenken. Welche Art von Sünde ist Selbstmord? Wir sagten es bereits. Welche Art? Es ist Mord. Es ist Selbst-Mord. Wenn wir nun einfach fragen: wurde Mördern vergeben? Sind da irgendwelche Mordfälle in der Schrift, die vergeben wurden? David. Mose. Also, wenn wir nun die Frage stellen „Starb Jesus am Kreuz für die Mordsünde?“, dann müssen wir sagen „Ja“. David und Mose wären dafür ein Beweis.

Und, ist es nicht Fakt, dass Jesus in Markus Kapitel 3 Vers 28 sagt: „Wahrlich, ich sage euch: alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden, und die Lästerungen, mit denen sie auch lästern mögen, wer aber gegen den Heiligen Geist lästern wird, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.“?

Habt ihr das gehört? „Alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden.“ Wurde Selbstmord am Kreuz gedeckt? Anscheinend, wenn alle Sünden vergeben werden können... Wir finden in der Bibel nur die unverzeihliche Sünde, nämlich gegen den Heiligen Geist zu lästern. Nun, ich schätze wenn wir beweisen könnten, dass Selbstmord und das Lästern gegen den Heiligen Geist das Gleiche wäre, so würden wir schlussfolgern, dass es die unverzeihliche Sünde ist.

Aber das ist es nicht. Es ist nicht Selbstmord. Die Lästerung gegen den Heiligen Geist bleibt die Lästerung gegen den Heiligen Geist. Selbstmord ist etwas anderes. Somit, wenn alle Sünden vergeben werden können, dann müssen wir sagen, dass Selbstmord in „alle Sünden“ mit inbegriffen ist, und dass sie allen Söhnen der Menschen vergeben werden kann. Es sieht demnach so aus, dass es nicht die unverzeihliche Sünde ist, sondern die verzeihliche Sünde... richtig?

Ich meine, wenn wir uns mit dem Text in Markus richtig befassen, oder mit der Parallelstelle in Matthäus, dann müssten wir sagen, dass es die verzeihliche Sünde ist, wenn wir die Tatsache in Betracht ziehen, dass alle Sünden vergeben werden können.

Aber wenn wir jetzt weiterdenken, ob ein Christ Selbstmord begehen kann, so müssen wir womöglich weitergehen, weil es offenbar, also theoretisch, in der Kategorie der verzeihlichen Sünde liegt. Mit anderen Worten, ihr habt einen Christen, einen wirklichen Christen, der weiß, dass er gerechtfertigt ist. Wir wissen, dass alle seine Sünden vergeben sind. Also, wenn wir nun die Frage stellen „Kann ein Christ Selbstmord begehen?“, dann würden wir sagen „Wenn ein Christ Selbstmord begeht, dann ist die Sünde vergeben, da ihm verziehen wurde.“ Aber...das ist eigentlich nicht die Frage, die wir stellen müssen.

Die Frage, die wir stellen müssen, ist nämlich diese: „WÜRDE ein Christ Selbstmord begehen?“ Wir könnten es auch anders formulieren. Wir könnten fragen „Kann ein Christ an seinem letzten Tag eine Bank ausrauben und den Kassierer erschießen?“

Oder wir könnten es so ausdrücken: „Wenn ein Christ an seinem letzten Tag so gierig wäre, dass er eine Bank ausrauben würde und den Kassierer dabei erschießt, wäre er dann errettet?“ Nun, ihr seht, wenn er ein Christ ist, dann wäre er mit Sicherheit errettet, da er nämlich ein Christ ist.

Aber wir müssen die Frage stellen: „WÜRDE er das tun?“ Ist das wirklich die Frucht im Leben eines Christen? Natürlich müssen wir diese Frage stellen. „Würde er das tun?“ Denn die Bibel spricht sehr deutlich über solche Dinge: „Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?“ Die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht erben.

Wir sehen auch folgendes, in 1. Johannes 2 Vers 3: „Und hieran erkennen wir, dass wir Ihn erkannt haben, wenn wir Seine Gebote halten. Wer sagt: Ich habe Ihn erkannt, und hält Seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. Wer aber Sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in Ihm sind. Wer sagt, dass er in Ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie Er gewandelt ist.“

Also, angesichts solcher Texte wie diesen, oder vielen anderen, sollten wir da nicht ernsthafte Fragen stellen, wenn jemand auf solche Weise sein Leben beendet? Oder irgendwie anders, wenn jemand sein Leben so beendet... wenn jemand am letzten Tag seines Lebens eine Bank ausraubt und den Kassierer erschießt?

Ich meine, so was sagt uns, dass da ein ausdrückliches Anzeichen von Ungerechtigkeit am Ende seines Lebens steht, dass viele Frage aufwirft und große Zweifel an der Echtheit des Glaubens verursachen würde, wenn er behauptet, ein Christ zu sein, und trotzdem am letzten Tag seines Lebens Selbstmord begeht oder eine Bank ausraubt.

Wisst ihr, wenn jemand Selbstmord begeht, so kommt zaghaft eine Frage auf. Und ich weiß, dass manchmal, um der leidenden Familie zuliebe, oder wegen der leidenden Freunde, einige Pastoren dann versuchen, wie soll ich sagen,- nicht weiter zu verletzen und vielmehr der Familie Mut zuzusprechen und dass sie glauben sollen, dass mit der Person, die sich umgebracht hat, letztendlich alles gut sei, wenn sie ein echter Christ war und dass sie im Großen und Ganzen zu bestimmten Zeiten ein gutes Leben geführt haben.

Aber bestenfalls kommt die Frage nach der Echtheit des Christseins der jeweiligen Person auf. Das muss auch sein. Jesus und Paulus und all die anderen Schreiber der Schrift warfen nämlich immer wieder und wieder die Fragen nach der Echtheit des Christseins der Menschen auf, oder nach ihrem Glaubensbekenntnis. Wenn da diese offenkundigen Anzeichen der Ungerechtigkeiten sind, und man beendet sein Leben mit Mord, als ein bekennender Christ sein Leben mit Mord zu beenden, das ist äußerst fragwürdig.

Es hinterlässt gewiss kein gutes Gefühl. Selbstmord ist Mord. Selbstmord ist Sünde. Selbstmord ist ein Ausdruck von Eigenwillen. Selbstmord ist Ungerechtigkeit. Selbstmord wird von Gott gesetzlich niemals zugelassen. Also vertraut derjenige, der sein Leben beendet, nicht dem Herrn. Sie beenden ihr Leben in Sünde. Sie beenden ihr Leben in Ungerechtigkeit. Sie beenden ihr Leben schamlos, indem sie eine Sünde im großen Maße begehen. Das wird ihr letztes Bemühen sein in diesem Leben.

Jesus sagte, dass wenn ihr bis zum Schluss durchhaltet, ihr errettet seid. Was bedeutet das? Durchhalten im Glauben, durchhalten im Vertrauen zu Ihm, durchhalten bis ganz zum Schluss. Ist das „durchhalten bis zum Schluss“, wenn jemand sein Leben beendet? Haben sie bis zum Ende durchgehalten? Ich glaube nicht, dass wir das mit Sicherheit sagen können, aber es weckt definitiv Zweifel.

Aber davon abgesehen... ich weiß, wenn jemand da draußen sitzt und das hier sieht, und über Selbstmord nachdenkt, ein Mensch, der sich alleine im Leid wiederfindet. Sie meinen, keiner könne das nachempfinden. Und die Wahrheit ist... ich kenne die Tiefen nicht, die Gott den Menschen bestimmt hat, zu erleiden. Ich kenne nicht die Tiefen geistlicher Angriffe. Ich kenne nicht die Tiefen der Trauer, des Schmerzes, der Schwachheit, die Menschen erfahren können.

Ich meine, ich habe auch einige Dinge durchgemacht, aber ich kenne nicht die Fülle der Tiefen, die Gott gewissen Leuten bestimmt hat zu erleiden. Aber eines weiß ich. Ich habe die Biographie von David Brainerd zuvor gelesen, und als er auf seinem Sterbebett lag, da durchlebte er solch schrecklichen Schmerz. Er starb an Tuberkulose im Jahr 1747, zu jener Zeit gab es keine Schmerzmittel, wie wir sie heute haben.

Er litt unerträglich. Sein Leiden war so traumatisch, es war so qualvoll, sodass er sagte, dass der bloße Gedanke... allein der Gedanke, er müsse diesen Schmerz noch für eine weitere Minute aushalten, er sagte der bloße Gedanke daran reichte aus, um ihn wahnsinnig zu machen. Er litt unter solchen Qualen. Aber wisst ihr, woran sich seine Gedanken in all dem Elend klammerten? Nicht „Ich möchte mein Leben beenden.“ Er dachte: „Gott, hilf mir und halte mich aufrecht und bewahre mich davor, dich zu entehren.“

Seine größte Last unter all den Qualen war, seinem Herrn nicht in Ungnade zu fallen, sondern sein Leben gut zu beenden. Ist es möglich, dass ein Kind Gottes solche Schmerzen erfahren kann? Brainerd beendete sein Leben nicht durch Selbstmord. Er rief zum Herrn bis zum Ende, er bat um Gnade, um die Leiden zu ertragen, die Gott ihm aufgetragen hatte, und er endete gut.

Aber kann es sein, dass ein anderer Christ, unter den gleichen Schmerzen, nicht in der Lage wäre, durchzuhalten und aufgibt? Ist es möglich, dass solche Trauer, solche Depression und solche Verzweiflung über jemanden kommen können, und,- nicht wie bei Brainerd, nicht in der Lage sind, durchzuhalten? Vielleicht. Und da ich so etwas noch nicht erlebt habe, und mich nicht in jeder Situation befand, so sage ich „vielleicht“. Wir wissen es nicht.

Aber selbst wenn dem so sei, noch einmal, es wirft nur einen Schatten auf die Person, die ihr Leben so beendet. Und ich fürchte, dass viele Menschen, die Selbstmord begehen, die sich selbst als Christen sehen, sofort herausfinden werden, dass sie es nicht waren. Dass sie ihr Leben solch ein Ende gesetzt haben, indem sie nur ihr eigenes Anliegen gesucht haben, und nicht Gottes, das ist womöglich der letzte Aufschrei eines Lebens, das in Rebellion zu Gott geführt wurde.

Ganz gleich, ob jemand errettet ist oder verloren, das weiß ich. Niemand möchte sein Leben so beenden; niemand möchte sein Leben so beenden. Der Mensch, der verloren ist, meint, er sei vielleicht errettet, aber ist verloren, er möchte gewiss sein Leben nicht so beenden. Denn ganz gleich welchem Schmerz er meint zu entfliehen, er wird auf Schrecken treffen, die hinter seinen Vorstellungen liegen.

Jesus selbst sagte, man müsse der Hölle um jeden Preis entkommen. Wenn ihr Hände abhauen müsst, Füße abschlagen oder Augen herausreißen,- im geistlichen Sinn, ihr müsst diese radikale Amputation eurer Götzen im Leben vollziehen, Er sagte „Tut es.“ Was für radikale Schritte auch nötig sind, ganz gleich wie aggressiv oder gewaltsam es sein mag, euch von euren Sünden zu trennen, ihr müsst das tun, wenn ihr der Hölle entkommen wollt.

Er sagte, es sei so furchtbar. Er beschrieb es als eine Hölle mit Feuer, einen Feuerofen, einen Ort wo das Heulen und Zähneknirschen sein wird. Es ist ein Ort ewiger Bestrafung; für immer andauernd. Ganz gleich, welches Leid hier sein sollte, der Apostel Paulus sagt, es ist nur kurzzeitig und leicht. Was immer dort ist, wovor ein Mensch hier auch immer versucht zu entfliehen, danach wird es zehntausend mal schlimmer sein. Jesus sagte, davor müssen wir fliehen, ganz gleich um welchen Preis.

Die Person, die mit sich ringt, ob sie errettet ist oder nicht, die über Selbstmord nachdenkt, du möchtest nicht Selbstmord begehen und Auge in Auge vor dem Allmächtigen Gott stehen in deiner Sünde, mit einem Gott konfrontiert zu werden, der kein Gefallen an deiner Ungerechtigkeit hat. Du möchtest dein Leben nicht mit einem letzten Akt der Rebellion beenden, mit einem Gott konfrontiert werden, gegen den du rebelliert hast.

Wenn du in deinem Leben solch Leid erfährst, bei dem du meinst, dem nicht standhalten zu können, da sagt Jesus „Komm zu mir und ich will dir Ruhe geben.“ Er ruft dich, damit du in Ihm Ruhe findest. Er sagt, dass Er dir hilft. Wenn du zu Ihm rufst, so wird Er dir Gnade geben, es zu ertragen.

Und wenn du wahrlich ein Christ bist, aber du dich in solch einem schwarzen Loch befindest,- noch einmal, selbst wenn du errettet bist, so möchtest du doch nicht, dass das der letzte Akt in deinem Leben ist, ein Akt der Rebellion, in die Ewigkeit zu schreiten mit solch ungutem Ende, das Zeugnis vor deiner Familie hinter dir zu lassen, vor deinen Kindern, deinen Eltern, deine Freunde, dass die Gnade Gottes nicht ausreichte, um solche Dinge auszuhalten. Du möchtest doch nicht mit diesem Vermerk aus dem Leben treten..

Wir wollen vielmehr austreten wie Brainerd es tat. Austreten unter den unerträglichsten Leiden, anstatt dir selbst dein Leben zu nehmen; du sollst dich fürchten, selbst unter all den Schmerzen, dass du Jesus Christus entehrst, Seinen Namen, den Namen Gottes. Entscheide dich dazu, es zu ertragen, um das Leben gut zu beenden.

Oh, zu der Familie und den Freunden, die ihn sterben gesehen haben, dass sie sagen könnten „Die Ehre sei bei Gott.“ Da er gut endete, so sahen sie die Gnade Gottes in seinem Leben. Jonathan Edwards war davon so beeindruckt, er schreib sein... ich meine, das war ein Ausrufezeichen eines gut geführten Lebens, es inspirierte ihn dazu, seine Biographie zu veröffentlichen. Wohingegen selbst ein wahrer Christ, der sein Leben durch Selbstmord beendet, einen dunklen Schatten über sein Leben wirft, für jedermann.

Es bringt Schande. Also lasst uns stark sein bis zum Ende, den guten Kampf kämpfen und den Herrn vertrauen. Jesus ging uns voraus und Er litt jenseits allem, was wir erleiden können, und Er ist mitfühlend und Er sagt, dass Er uns helfen werde und wir in Ihm Hilfe finden können. Aus dem Leben scheiden, ruhend auf Seiner Hilfe,- das ist der Weg, auf dem wir enden möchten.

Somit, ganz gleich ob wir verloren sind, oder errettet, wir möchten unser Leben nicht durch Selbstmord beenden. Es ist kein ehrbares Ende für einen Christen. Und wie gesagt, ich bin sehr besorgt um diejenigen, die so entschlossen sind, ihr Leben durch ihre eigenen Hände zu beenden und dadurch den Herrn nicht gefallen werden. Paulus sagte, dass wir erkennen müssen, was dem Herrn gefällt. Und unser Leben durch Selbstmord zu beenden, das gefällt Ihm nicht.

Also, kein Christ sollte sein Leben so beenden, dass es nicht gefällt und kein Ungläubiger sollte es so tun, mit dem Wissen, dass in dem Moment, wo er es beendet, er vor dem Angesicht Gottes steht, der voller Zorn gegen ihn sein wird. Es ist besser, den Herrn anzurufen und Barmherzigkeit von diesem Gott zu empfangen und Gnade, weiter vorzudrängen und die Fülle in Christus zu empfangen, um die Leere des Herzen auszufüllen.

Ich meine, so viele Leute begehen Selbstmord, weil sie sich leer fühlen, sie sind einsam. Sie haben nicht... ihr Leben ist fehlgeschlagen. Aber es ist richtig, das ist es, was die Bibel lehrt. Aber Jesus enttäuscht Seine Leute nie. Jesus ist vollkommen liebevoll, vollkommen zufriedenstellend, füllt uns vollkommen mit Freude, die unsagbar ist und voller Herrlichkeit. Freude und Zufriedenheit findet man nur in Christus. Töte dich nicht selbst! Denn was du begehrst, das wirst du nicht bekommen.

Und alles, was dein Herz erfleht, das findet sich wahrlich in Christus. Nicht im Tod, weil der Tod keine Nichtexistenz bedeutet. Der Tod ist keine Vernichtung. Der Tod ist ewige Bestrafung. Da wird Weinen und Heulen und Zähneknirschen sein. Es ist die Bestrafung für Sünden. Da wird der Schmerz nicht beendet sein; da wird nur der richtige Schmerz anfangen. Gott möge euch helfen. Amen.

(Quelle: illbehonest.com)


"So werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat! Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird der kommen, der kommen soll, und wird nicht auf sich warten lassen.

»Der Gerechte aber wird aus Glauben leben«; doch: »Wenn er feige zurückweicht, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben«. Wir aber gehören nicht zu denen, die feige zurückweichen zum Verderben, sondern zu denen, die glauben zur Errettung der Seele." (Hebräer 10,35-39)

"Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." (Hebräer 13,20-21)